Meer

In mir ist ein Meer,
mit Tiefen und mit Salz.
Aber auch mit aller Wärme.
Und einer Schlinge um den Hals.
Irgendwo geht einer unter,
andernorts hat jemand Spaß.
Weit unterhalb der Oberfläche
werden alle Farben blass.
Es verschieben sich die Platten,
langsam, wo die Erde bricht.
Wenn ein Strudel mich aufwärts schickt,
seh‘ ich als erstes dein Gesicht.
Dann ist alles ruhig und ich treibe.
Ich kann nicht untergehen.
Und selbst wenn ich nicht mehr atmen kann,
habe ich genug gesehen.